Das historische Rathaus in Reichelsheim Bingenheimer Str. 33

Grundhafte Erneuerung der Ortsdurchfahrt Heuchelheim

„Wir stehen hier vor einer enorm wichtigen und großen Straßenbaumaßnahme für die Zukunft unserer Stadt“, sagte Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst (SPD) bei dem Spatenstich innerhalb der Ortsdurchfahrt Heuchelheim. „Nur wenn wir in die Infrastruktur vor Ort investieren, können wir auch unsere kleinsten Stadtteile lebenswert erhalten“, so die Rathauschefin weiter. Gemeinsam mit dem Wetteraukreis, den Kreisbeigeordneter und Regionalentwicklungsdezernent Matthias Walther (CDU) vertrat, werden auf einer Baustrecke von ca. 663 Metern über drei Millionen Euro investiert. 2,2 Millionen stehen im städtischen Haushalt bereit; mit einer Million ist der Wetteraukreis an der grundhafte Sanierung der Ortsdurchfahrt beteiligt.

Matthias Walther betonte, dass trotz der schwieriger werdenden Haushaltssituation des Kreises alle geplanten Infrastrukturprojekte an Kreisstraßen realisiert werden: „Wir wissen um die Bedeutung des Straßen- und Radwegebaus und werden hier keine Abstriche machen.“

Mit dem Projekt soll die Verkehrssicherheit erhöht, die Fußgängerquerungen verbessert, der Schwerlastverkehr reduziert und die Barrierefreiheit in Heuchelheim ausgebaut werden. Es findet zudem eine Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungsnetze statt. Eine Sanierung der Strom- und Telekommunikationsleitungen ist von den beteiligten Versorgern, OVAG und Telekom, ebenso geplant. Neben der ökologischen Baubegleitung, finde eine Beweissicherung mit Erschütterungsmessungen sowie eine Begleitung durch die Archäologie statt. Der erste Bauabschnitt verläuft Richtung Norden und umfasst den Kanalbau; Dauer rund sieben bis acht Wochen. Daran anschließend beginnt der südliche Kanalbau für rund zehn Wochen. Ein Zwischenbauabschnitt wird über die Herbstferien im Bereich der Einmündung „Am Viehtrieb“ vorgenommen. Danach beginnt der Wasserleitungs- und Straßenbau im südlichen Bauabschnitt bevor dieser Ausbauschritt Richtung Norden wandert. Der fünfte und letzte Bauabschnitt mit rund drei bis vier Wochen Bauzeit widmet sich dem Neubau des Radwegs. 

„Uns ist wichtig transparent zu handeln – aus diesem Grund gab es auch bereits zwei Anliegerversammlungen, um offene Fragen zu klären und gemeinsam Lösungsansätze für die Zeit der Einschränkungen zu finden“, sagte Herget-Umsonst. Das Planungsbüro aqua geo consult gmbh, die ausführende Baufirma Eurovia GmbH sei ebenso ansprechbar für die Bürgerinnen und Bürger wie der zuständige Mitarbeiter aus der städtischen Bauverwaltung, André Grumbach.

„Besonders freut es uns, dass ein Kernanliegen der Dorferneuerung, der Lückenschluss des Radweges zwischen Heuchelheim und Gettenau parallel zur Kreisstraße auf einer Länge von ca. 270 Meter erfolgt - ein wichtiger Schritt in Richtung einer radfreundlichen Region“, sind sich Herget-Umsonst und Walther einig.

„Wir bitten die betroffenen Anlieger und die Verkehrsteilnehmer um Geduld und gegenseitige Rücksichtnahme. Wir blicken zuversichtlich trotz Krieg, Krisen, Kostensteigerungen und Lieferengpässen auf die vor uns liegende Gemeinschaftsmaßnahme und hoffen, dass wir im Plan bleiben und im August 2023 die Arbeiten abschließen können“, so Herget-Umsonst und Walther abschließend.

Die Umleitplanungen finden Interessierte auf der städtischen Homepage unter dem Suchbegriff „OD Heuchelheim“. Dort befinden sich auch die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessungen, die anhand einer sogenannten Black Box im Vorfeld der Maßnahme durchgeführt wurden und nach Abschluss der Arbeiten durch eine Verkehrsschau erneut überprüft werden.

n.n.; Volker Matthesius (Wetteraukreis – Strukturförderung), Herr Konrad Kniese (Bauleiter der Firma Eurovia Verkehrsbau Union), Kreisbeigeordneter und Regionalentwicklungsdezernent Matthias Walther (Wetteraukreis), Maximilian Enners (Projektbetreuer vom Ingenieurbüro aqua geo consult GmbH),), Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst (Stadt Reichelsheim)