Das historische Rathaus in Reichelsheim Bingenheimer Str. 33

Bestnote für die Sozialstation

„Dieses Ergebnis ist definitiv eine Teamleistung. Das macht mich regelrecht stolz“, mit diesen Worten begrüßte die Pflegedienstleitung Christina Benner Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst und Bürgermeister Herbert Unger (beide SPD) in den Räumlichkeiten der Sozialstation in Weckesheim.

Die beiden Rathauschefs wollten sich mit Christina Benner und ihrer Kollegin Ute Hennich, zuständig für die Verwaltungsleitung, über die erfolgte Qualitätsprüfung des ambulanten Pflegedienstes und deren Ergebnisse austauschen. Natürlich gratulierten sie zunächst herzlich zu der Bestnote 1.0 und überbrachten ebenfalls die Glückwünsche der Kollegen Eike See und Wilfried Mogk, die den Zweckverband, der aus den vier Kommunen Echzell, Florstadt, Reichelsheim und Wölfersheim besteht, komplettieren. Die Sozialstation Mittlere Wetterau, die 1995 ihren Anfang nahm und sich zu einem Erfolgsmodell der ambulanten Pflege mit rund 48 Mitarbeiterinnen und 260 umsorgten Bürgerinnen und Bürgern entwickelt hat, wurde kürzlich zwei Tage lang von einem externen Prüf-Team unter die Lupe genommen.  

In allen Kategorien, „Pflegerische Leistung“, „Ärztlich verordnete pflegerische Leistung“ und „Dienstleistung und Organisation“ erzielte das Team die Note „sehr gut“ – was wiederum zu dem Gesamtergebnis „sehr gut“ führte. Neben der Analyse der Einrichtung, der Beobachtung der Arbeit am Patienten wurden unter anderem zufällig pflegebedürftige Menschen ausgewählt, die an einer Befragung teilnahmen. Die Kriterien, die überprüft wurden, gestalteten sich sehr vielfältig: Werden die individuellen Wünsche zur Körperpflege berücksichtigt? Wurde die vereinbarte Leistung zur Flüssigkeitsversorgung nachvollziehbar durchgeführt? Wie gestaltet sich die Pflegedokumentation? Sind Kompressionsstrümpfe sachgerecht angelegt? Findet eine aktive Kommunikation mit dem Arzt statt? Gibt es eine schriftliche Regelung im Umgang mit Beschwerden? Wie sind die Mitarbeiterinnen verfügbar, wie werden sie geschult und fortgebildet?

„Das Prüf-Team hat die besondere Atmosphäre bei uns vor Ort mitbekommen und diesen Punkt auch im Abschlussgespräch sehr lobend hervorgehoben. Wichtiger als die Bestnote ist mir persönlich ein engagiertes Für- und Miteinander. Nur dann können wir gemeinsam die im Pflegekonzept beschriebenen und gewünschten Arbeitsergebnisse erbringen. Diese Arbeitsweise und Grundeinstellung dient den anvertrauten Pflegeempfängern im Verbandsgebiet am meisten“, sagte Benner. „Wir möchten gute Arbeit leisten und eine sinnvolle Fehlerkultur leben“, ergänzte Hennich. Beide betonten die Wichtigkeit der kollegialen Zusammenarbeit der Pflegefachkräfte, im Austausch mit den 1-jährig ausgebildeten Pflegehelfern, den formal ungelernten Pflegekräften und den Alltagsbegleitern. „Soziale Kompetenz kann man nicht lernen. Die hat man in sich. Wir sehen, mit wieviel Freude Sie mit den Menschen und für die Menschen arbeiten“, lobte Unger. Diese Atmosphäre durfte auch seine Kollegin Herget-Umsonst, die dem Verband vorsteht, bei ihrem Praxistag in der Sozialstation spüren.   

„Wir sind uns sicher, dass sich die Sozialstation weiterhin positiv zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger weiterentwickeln wird. Wir erkennen hier eindeutig die ausgezeichnete Motivation der Mitarbeitenden, die der beste innere Antrieb ist. Der Dank und die Anerkennung unsererseits sind Ihnen ebenso sicher, wie der der Ihnen anvertrauten Menschen“, sagten Herget-Umsonst und Unger abschließend.