Blick auf das historische Rathaus in Reichelsheim Bingenheimer Str. 33

700 Euro für die Kleinsten

Es ist eine gute Tradition: Während des Christkindlmarktes bietet das Cafeteria-Team im Pfarrsäalchen Kaffee und selbst gebackenen Kuchen an. Im vergangenen Jahr stellte sich die Situation jedoch anders dar. Der kleine Weihnachtsmarkt fand nicht wie gewohnt rund um den Römerberg statt, sondern in und um die Kultur- und Eventscheune. Für das engagierte Team bedeutete das einen neuen Veranstaltungsort – und ein gelungenes Experiment.

Die Frauen richteten im Eingangsbereich der Kulturscheune kleine runde Tische ein, die zum Verweilen einluden. Bei Kaffee, Kuchen und netten Gesprächen herrschte eine rundum gute Stimmung. Die Resonanz auf das Angebot war durchweg positiv, der Cafeteria-Bereich stets gut besucht.

Zum festen Bestandteil gehört seit vielen Jahren auch die beliebte „Pfläumchen“-Rutsche. Das Geschicklichkeitsspiel sorgt vor allem bei den Kindern für großen Spaß: Die Kleinen gewinnen Überraschungseier, die Großen dürfen sich über einen „Klopfer“ freuen. Auch diesmal war die Rutsche ein Publikumsmagnet.

Alle Kuchen wurden von den Frauen selbst gebacken, Zukäufe gab es keine. Am Kuchenbuffet zeigte sich eine bunte, regionale Vielfalt – und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Schnell waren sämtliche Kuchen verkauft.

Das Cafeteria-Team setzt sich aus den ehemaligen „Mittendrin“-Frauen, den Landfrauen sowie Freundinnen der Gruppe zusammen. Durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen kamen 600 Euro zusammen, weitere 100 Euro steuerte die „Pfläumchen“-Rutsche bei. So konnten insgesamt 700 Euro gesammelt werden.

Dieses Geld spendeten die Frauen an die beiden Kitas in der Kernstadt: die Kita Steinbeißer und die Kita Holzwurm, die sich jeweils über 350 Euro freuen durften. Am Mittwochmorgen überbrachten die Frauen die Spenden persönlich.

„Wir wollen stets Gutes tun“, betonten sie – und in diesem Jahr sollte die Unterstützung gezielt den kleinsten Mitbürgerinnen und Mitbürgern zugutekommen. Entsprechend herzlich war der Empfang in beiden Einrichtungen. Die Kinder zeigten sich begeistert, ebenso die Erzieherinnen und Erzieher.

Auf die Frage, wofür das Geld verwendet werden soll, nannten die Kinder viele Ideen: einen Hochbausatz anschaffen, Ersatz für kaputte Spielsachen, neue Bücher oder sogar einen Kakao-Macher. Für großes Gelächter sorgte der Vorschlag eines kleinen Kindes, „ganz viel Hackfleisch“ zu kaufen – mit dem pragmatischen Hinweis, man könne den Rest ja einfrieren.