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"Damals" in Reichelsheim
Reichelsheim
Anwesen Neugasse 8 um 1926
Das Baujahr des Gebäudes lässt sich z.Z. nicht feststellen.
Der überlieferte Hausname ist Coburgersch, genannt Schreinerhannese. Dieser Name geht offensichtlich auf den dort lebenden Schreinermeister Johannes Coburger (1795-1866) zurück.
In dessen Erbfolge lebten dort seine Kinder, die ledige Christine Coburger und deren Stiefbruder Philipp Wilhelm Coburger, genannt Hoppesi. Philipp Wilhelm hatte mit seiner Frau Karoline geborene Stephan eine Tochter, die in 1897 den Beienheimer Landwirt Otto Schäfer ehelichte.
1906 erwarb Familie Wilhelm Coburger das landwirtschaftliche Anwesen Veith (Scheibl) in der Unteren Haingasse und verkauften die Neugasse 8 an die Familie Georg Karl Koch.
Der Weißbinder Karl Koch und seine Frau Maria Katharina geb. Pfeifer stammten beide von Florstadt. Sie hatten drei in Florstadt geborene Kinder: Katharina, Ernst und Karl.
Katharina und Karl heirateten auswärts. Ernst übernahm den Betrieb seines Vaters in Reichelsheim.
Das Gebäude ist zu dieser Zeit komplett verputzt - das Fachwerk ist nur aufgemalt. Rechts im Hauseingang Karl und Katharina Koch sowie Sohn Ernst und dessen Nichte. Vor dem Hoftor Sohn Karl. Im Fenster zur Straße: Tochter Katharina verheiratete Kniß mit ihrem Sohn. Die Aufnahme könnte um 1926 herum entstanden sein.
Ende der 1950er oder auch erst Anfang der 1960er Jahre erwarb Familie Koch das Anwesen von Wilhelm Eimer in der Bingenheimer Straße, welcher in einen der Richtung Florstadt entstandenen Vollbauernhöfe aussiedelte. Das Anwesen Neugasse 8 wurde verkauft.
Das Foto wurde uns von Heiko Steten, Reichelsheim zur Verfügung gestellt.
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Verantwortlich und Ansprechpartner:
Horst Diehl, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsverein Reichelsheim/Wetterau e.V. (HGV)
Bingenheimer Straße 29
E-Mail: h.diehl@web.de

