Blick auf das historische Rathaus in Reichelsheim Bingenheimer Str. 33

Karl-Kempf-Schild kehrt an seinen Platz zurück

Gemeinsam haben Bürgermeisterin Lena Herget, Stefan Bischoff von der städtischen Bauverwaltung und Vertreter der Beienheimer Vereinswelt das Karl-Kempf-Schild wieder aufgestellt. Damit kehrt nicht nur ein Namensschild zurück, sondern auch ein wichtiges Symbol für die Geschichte und das Gemeinschaftsleben des Stadtteils. 

„Jetzt ist der Platz wieder komplett. Es ist schön zu sehen, wie sehr sich die Menschen mit diesem Ort identifizieren“, sagte Bürgermeisterin Lena Herget. „Die Rückkehr des Schildes mag auf den ersten Blick nur eine Kleinigkeit sein – für viele Beienheimerinnen und Beienheimer ist sie aber ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für ihre Ortsgeschichte.“ 

Erst im vergangenen Jahr war der umfassend sanierte Karl-Kempf-Platz mit einer großen Feier offiziell eingeweiht worden. Die Beienheimer Vereine hatten gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern ein buntes Fest organisiert, das mit der außergewöhnlichen Bügelbrett-Party weit über die Ortsgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erregte. Musik, Geselligkeit und das große ehrenamtliche Engagement machten die Einweihung zu einem unvergesslichen Tag. 

Den Abschluss der Neugestaltung bildete im November die gemeinsame Pflanzaktion. Viele Bürgerinnen und Bürger griffen damals selbst zu Spaten und Gießkanne, um die neuen Beete zu gestalten. Heute zeigt sich der Erfolg dieser Gemeinschaftsleistung: Alle Pflanzen sind hervorragend angewachsen und geben dem Platz ein grünes, lebendiges Gesicht. 

„Wenn man heute über den Karl-Kempf-Platz geht, sieht man, was gemeinsames Engagement bewirken kann“, so Herget. „Von der Planung über die Sanierung bis zur Bepflanzung haben Verwaltung, Politik und Ehrenamt an einem Strang gezogen. Dass nun auch das Schild wieder seinen Platz gefunden hat, rundet das Gesamtbild ab.“ 

Der Platz erinnert seit 1970 an Karl Kempf, der von 1949 bis 1968 Bürgermeister der damals selbstständigen Gemeinde Beienheim war. Mit großem Weitblick setzte er wichtige Projekte für den Ort um. Unter seiner Verantwortung entstanden unter anderem der Kindergarten, der Kinderspielplatz und der damalige Jugendsportplatz. Aus der früheren Gänse- und Schweinewiese entwickelte sich so über Jahrzehnte der Mittelpunkt des Beienheimer Dorflebens – vielen auch als „Roter Platz“ in Erinnerung. 

Stefan Bischoff, der die Neugestaltung des Platzes seitens der Bauverwaltung begleitet hat, freute sich über die Rückkehr des Schildes: „Es ist schön, wenn ein Projekt nicht nur baulich abgeschlossen wird, sondern auch die Identität eines Ortes sichtbar macht. Das Schild gehört einfach hierher.“ 

Auch die Beienheimer Vereinsvertreter zeigten sich zufrieden. „Der Karl-Kempf-Platz ist unser gemeinsamer Treffpunkt“, sagte Sandra Fritsch für den Vereinsring. „Hier feiern wir Feste, begegnen uns und schaffen Erinnerungen. Dass das Schild jetzt wieder steht, freut uns alle. Es erinnert an einen Bürgermeister, der Beienheim nachhaltig geprägt hat, und an einen Platz, der seit Generationen das Herz unseres Dorfes ist.“ 

Mit der Rückkehr des Karl-Kempf-Schildes ist die Neugestaltung des Platzes nun auch symbolisch abgeschlossen. Der Platz präsentiert sich heute als moderner und lebendiger Treffpunkt – und als Ort, an dem Geschichte, Ehrenamt und Gemeinschaft auf besondere Weise zusammenkommen.